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Dazlak - Skinhead DVD

„Der verschollene Film“: Neu auf DVD mit Musik von den Troopers! Ein mit beißendem Wortwitz versetztes Roadmovie, dass gängige Klischees und Vorurteile der Gesellschaft genüsslich durch den Kakao zieht!

Inhaltsangabe & DVD-Austattung:
„Schwarz, weiß, doof“! Mit diesem Spruch sagt die vorlaute Göre Jenny (Jenny Schlenzka), was sie von ihren beiden ungewollten Mitreisenden hält. Einer davon ist der Skinhead „Dazlak“ (Florian Lukas). Jenny las ihn vom Strassengraben auf, nachdem er sein Auto gegen einen Baum gesetzt hatte. Zum „Dank“ kotzt die Glatze den Rolls Royce ihres Chefs voll und demoliert die Scheinwerfer. Ein übler Zeitgenosse, jedenfalls auf den ersten Blick und für Leute, die sich selbst für "etwas Besseres" halten.

Unterwegs verstaut Jenny noch den farbigen Anhalter Kola (Mizrajim Komi Tongbonou) auf dem Rücksitz, der sich in seiner Haut nicht gerade wohl fühlt neben dem vermeintlichen „Ausländerhasser“. Genügend Sprengstoff also für eine turbulente Reise, die 24 Stunden später für Überraschungen sorgt und so manches Mißverständnis korrigiert...

Hintergrund-Infos:
Ein Skinhead als Sympathieträger in einem Spielfilm, der auch noch öffentlich-rechtlich gefördert wurde? Skinheads erfüllten immer die gängigen Charakterdarstellungen von „Schläger“, „Nazi“, „hirnlos“ oder „verführter Außenseiter, der nur Akzeptanz bei Rechtsradikalen findet“. Beispiele wie „Kahlschlag“, „Die Bombe tickt“, „Oi-Warning“ oder Kurzauftritte als „Deppen“ (Go Trabi Go) finden sich zuhauf...

1997 produzierte Agora Film, München ein kleines Road-Movie für das Kino und TV mit Mitteln des bayrischen Rundfunks, in dem ein Skinhead in der Hauptrolle ganz anders dargestellt wurde. Die Polit-Comedy hielt der Gesellschaft einen Spiegel vor Augen durch ein Zusammenspiel unterschiedlicher Charaktere und Minderheiten – die gängigen Klischees und das abonnierte „Gut und Böse“ dabei mit Wortwitz und beißender Ironie außer Kraft gesetzt.

Sowohl dem Kinoverleih, als auch dem Fernsehen schien diese Sichtweise nicht gerade genehm. Die geplante Kinoauswertung wurde trotz Vertrag nicht ausgeführt und bis auf ein spärliches TV-Sendefenster – einmal 1997 ausgewertet im TV und danach in den hintersten Archiven verschollen - wollte den Film anscheinend niemand mehr der Allgemeinheit zugänglich machen.

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